Kobe-Rind

Gourmetfleisch

Kobe-Fleisch

 


Man sagt, das Geheimnis der japanischen Kobe-Rind-Züchter sind klassische Musik und tägliche Massagen. Diese seien verantwortlich, dass Kobe-Fleisch so zart und delikat ist. In Wahrheit werden es eher die genetischen Anlagen und die über viele Jahrzehnte akribisch betriebenen Züchtungen sein. Fest steht für Genießer, dass es kaum ein besseres und schmackhafteres Fleisch gibt, als das echte Kobe-Fleisch. Der außerordentlich gute Geschmack und die Exklusivität machen das Kobe-Fleisch zu einer beliebten und teuren Delikatesse.

 


Kobe-Fleisch: Fetteinlagerungen sind der Unterschied


Anders als das Fleisch europäischer und amerikanischer Rinder, überzeugt das Kobe-Fleisch durch Fetteinlagerungen. Das ist sehr bemerkenswert. Denn hierzulande versuchen die Rinderzüchter seit Jahrhunderten, das Schlachtvieh so zu züchten, dass sein Fleisch eben keine weißen Maserungen aus Fett aufweist. Ganz anders ist es beim Kobe-Fleisch. Ziel der Züchtung ist es unter anderem, die Fettmaserungen in den Fleischstücken gleichmäßig und dünn zu bekommen. Daher dürfen die Tiere bspw. länger „reifen“, bevor ihr Fleisch verarbeitet wird. Ebenso von Bedeutung ist die Kastration der Rinderbullen, die dazu beiträgt, dass sich Fett im Fleisch einlagert.

 

 

Spitze im Geschmack


Das Resultat ist optisch überaus ansprechendes, mit einem feinen Netz aus Fettäderchen durchzogenes Fleisch vom Kobe-Rind. Dunkelrot und appetitlich in der Farbe durchspannt das Fettnetz das Kobe-Fleisch wie ein Fischernetz oder Marmorsprenkel. Genau diese Mischung aus feinem Fett und dunkelrotem zarten Fleisch macht den Geschmack des Fleisches vom Kobe-Rind aus. Fett ist ein Geschmacksträger, der die besonderen Aromen dieses schönen Lebensmittels aus dem Gewebe auf den Gaumen zaubert. Anders als bei „normalen“ europäischen und amerikanischen Rindern ist das Fleisch vom Kobe-Rind aus diesem Grund äußerst schmackhaft und bei richtiger Zubereitung zugleich sehr zart. Obwohl die Fettmaserungen beim Kobe-Rind im Fleisch sitzen, ist der Anteil der gesättigten Fettsäuren nur rund halb so groß wie bei anderem Rindfleisch. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ein Vorteil, da der Cholesterinspiegel weniger stark ansteigt.